Deine Hauptfigur

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Deine Hauptfigur

Deine Hauptfigur

Die wichtigste Person in deiner Geschichte ist ganz klar die Heldin. Und zu Beginn ist sie alles, nur keine Heldin. Zu dieser wird deine Hauptfigur erst durch ihre Entwicklung während ihrer gesamten Reise. Wie im echten Leben. Sie wird sich von allen Figuren, die in deiner Geschichte mitwirken, am stärksten entwickeln und am meisten lernen. Das bedeutet, dass ihre wichtigste Funktion als Helden ihre Entwicklung ist.

Deine Hauptfigur ist das Fenster zu deiner Geschichte. Dem Leser bietet sie dadurch die Möglichkeit, alles durch ihre Augen zu sehen und sich mit ihr zu identifizieren.

Das Wesen deiner Hauptfigur

Mit einer guten Mischung aus universellen und individuellen Wesenszügen gelingt es dir, deine Heldin mit allem auszustatten, was sie für ihre Reise benötigt. Hier eine Aufzählung der klassischen universellen Bedürfnisse:

– Der Wille zu Überleben

– Sehnsucht nach Liebe

– Der Wille zum Erfolg

– Sehnsucht nach Verständnis

– Suche nach Selbstverwirklichung

– Verlangen nach Rache

– Der Wille, Unrecht aus der Welt zu schaffen

– Verlangen nach Freiheit

Dabei musst du nicht alle universellen Bedürfnisse komplett in deiner Geschichte unterbringen. In der Regel sind es ein bis zwei von ihnen oder auch eine Kombination. Auch entscheidet die Art, wie du deine Geschichte erzählen möchtest, mit. Wird es eine eine Kurzgeschichte (oder auch etwas länger)  mit „nur“ einem Moment aus deinem Leben? Eine autobiografische Geschichte in Form eines Romans, eines Thrillers oder einer Fantasie-Story?

Wenn du einen Moment inne hältst und einmal über dein eigenes Leben so nachdenkst: Welche der aufgezeigten Bedürfnisse wären es in deiner Geschichte. Lass es gerne für ein paar Tage im Raum stehen. Kehre dann noch einmal zu diesem Thema zurück und richte deine Geschichte in diese Richtung aus. Und prüfe auch, ob deine Hauptfigur die entsprechenden Charaktereigenschaften mitbringt. Hier an dieser Stelle ist so ein Punkt, wo noch alle Richtungsänderungen ohne große Probleme möglich sind.

Was hat deine Hauptfigur davon, wenn sie ihr Abenteuer nicht erlebt

“Unsere Freude beginnt dort, wo wir andere zum Lächeln bringen” (aus Indien). Für diesen Moment sollen ein paar Fragen, an dich als Autorin, als Autor, deine Sinne und auch dein Gefühl für deine Geschichte etwas schärfen. Das Zitat aus Indien drückt es ganz wunderbar aus, worauf ich hinaus möchte. Es geht in deinem Schreibprozess nicht nur um deine eigene Motivation, die Geschichte aufzuschreiben. Auch deine Hauptfigur braucht eine starke Motivation, um ihre Reise auch wirklich starten zu können bzw. zu wollen.

Du als Autorin / als Autorbist es, der deine Hauptfigur in deiner Geschichte, die in deinen ersten Roman soll, am besten kennt. Ist das wirklich so? Weißt du genau, warum deine Hauptfigur das tut und warum sie es tut? Und warum sie nicht anders handelt?

Wenn du es nicht weiß, dann wissen deine Figuren auch nicht, was sie da tun. Und der Leser deines Buches schon mal gar nicht. Also: was ist die Motivation deiner Heldin, sich ins Abenteuer zu stürzen oder eben auch nicht? Wovor hat sie Angst?

 

Deine Hauptfigur

Mal angenommen, du lässt deine Figuren in ihrer gewohten Welt. Sie stehen jeden Tag zur selben Zeit auf, sie befinden sich immer am selben Ort, die haben keine Wünsche, keine Ziele und leben einfach so vor sich hin und gehen ihren Verpfilchtungen nach. Für eine kurze Weile kann das bestimmt sinnvoll sein, auch darüber zu schreiben.

– Doch was passiert weiter?

– Wie sieht es im Inneren deiner Figuren aus?

– Was sind ihre Wünsche für sich und ihr Umfeld oder sogar für alle Menschen?

Die Leser dürfen gerne erfahren, was du als Autor eventuell für selbstverständlich hältst. Denn schließlich wollen sie gemeinsam mit deiner Hauptfigur auf die Reise gehen. Mit ihr mitfiebern. Manchmal auch ohrfeigen, weil sie mal wieder in eine Falle gelaufen ist. Sie wollen sehen, wie und mit welchen Mitteln und welchem Wissen sie sich auch aus dieser Situation wieder befreien wird. Sie und du, ihr seid verantwortlich, das ein gesunder Wechsel zwischen den Emotionen stattfinden kann, auch beim Leser.

Und meine ganz persönliche Frage:
Wenn es die Motivation der Freude im Leben ist, die dich und auch deine Figuren so handeln lassen, wie ihr das tut, dann ist doch alles klar, oder? Wenn nicht, schreibe mir gerne eine Nachricht an: info@schreib-jetzt.com oder teile gerne deine Gedanken dazu in meinem Telegram-Kanal.

Ein Impuls für die Entwicklung deiner Hauptfigur:

Schnappe dir dein Notizbuch, gehe raus in die Natur und lasse deinen Gedanken freien Lauf. Schreibe einfach, was von dir geschreiben werden will. Beleuchte in diesen Zeiten einzelne Episoden aus deinem Leben und schreibe auf, was dir dazu einfällt. Oder kreiere schon einmal die ersten Szenen, die du später überarbeiten kannst, wenn die Zeit dafür gekommen ist. So kannst du selbst für Abwechslung und Spontanität in deinem Schreibprozess sorgen.

 

Deine Hauptfigur – der aktivste Charakter

Da deine Heldin der aktivste Charakter der gesamten Handlung ist, ist es auch ihre Aufgabe, die Handlung voran zu treiben. Und wie geht es besser, als sie immer wieder in neue Konflikte schlittern zu lassen, so dass erst gar keine Langeweile auftreten kann. Hier und da mal eine kleine Verschnaufpause ist vielleicht nicht ganz verkehrt, so wie im richtigen Leben eben.

Eine gute Stütze für dich als Autorin bei der Entwicklung des Spannungsbogens ist, deine Hauptfigur auszustatten mit:

  1. einem WANT, das was sie sich am dringendsten wünscht
  2. einem NEED, das, was sie am nötigsten braucht

Ihr Need wird sie am Ende erhalten, ihr Want nicht unbedingt.

 

Ist deine Hauptfigur ein Stereotyp?

Vielleicht ist dir auch schon die Bezeichnung des Stereotypen über den Weg gelaufen? Damit sind die Charaktere gemeint, die so ganz ohne Fehler und Makel sind und einfach immer gut drauf sind, egal in welcher Situation sie sich befinden. Für eine spannende Geschichte, die dem Leser im besten Falle, noch lange in Erinnerung bleibt, absolut die falsche Besetzung.

Mein Tipp an dieser Stelle: vermeide diese Art von Charakteren, besonders dann, wenn du dabei bist, deine Hauptfigur auszustatten. Erstens entwickelt sich deine Heldin ja erst auf ihrer Reise und zweitens lieben Leser menschliche und anziehende Figuren. Sie können mit ihnen mitfiebern, den Weg ein Stück gemeinsam gehen.Die unterschiedlichen Spielarten der Heldin

a) Draufgängerin: Sie ist aktiv, bedenkenlos, lassen sich auf Abenteuer ein, gehen beharrlich ihren Weg

b) Heldin wider Willen: sind zögerlich, von Zweifeln geplagt und benötigen einen Anstoß von außen, um ihre Reise zu beginnen

c) Anti-Heldin: Eine Außenseiterin mit Sympathiefaktor

d) Gemeinschaftsorientierte Heldin: Sie reisen in die Fremde und müssen am Ende zwischen neuer und alter Welt wählen. Abendländische Helden kehren meist zurück, die aus fernöstlichen oder indianischen Mythen bleiben häufig in der neuen

e) Einzelgängerin: steht außerhalb der Gemeinschaft und kehrt in die Wildnis zurück

f) Katalysatoren: Sie stehen zwar im Mittelpunkt, verändern jedoch sich selbst kaum, dafür aber andere. Sie kommen häufig in Serien vor.

Prüfe, mit welcher Spielart deine Heldin harmoniert, dann ist dein Bild von den Handlungen deiner Hauptfigur klarer und du kannst eben über ihr Handeln ihre Geschichte erzählen. Und noch eine Frage an dich: Was hast DU davon, wenn du deine autobiografische Geschichte nicht aufschreibst? Notiere es dir, wenn du magst und lasse es gerne auch für ein paar Tage im Raum, um weitere Impulse und Antworten für dich zu bekommen.

 

Den Satz zum Ende dieses Artikels überlasse ich heute mal Joseph Campbell mit meinem aktuellen Lieblingsspruch:

“Ein Held ist jemand, der sein Leben einer Sache widmet, die größer ist als er selbst.”

Mit welchem Archetypen geht es weiter?

Im nächsten Artikel zu diesem Thema werde ich dir den Mentor und die Mentorengruppen vorstellen. Du wirst schnell erkennen, welche Energie, welches Muster du für deine Geschichte mit übernehmen kannst. Alles nur, um deiner Hauptfigur das Leben leichter zu machen, wenn das möglich ist. Auf jeden Fall wird es spannend und mit der Unterstützung des Mentors wird auch die persönliche Entwicklung deiner Hauptfigur in Gang gesetzt.

Ich danke dir, dass du den Weg zu mir und hierher auf die Homepage gefunden hast. Lass mich wissen, welche Themen dich beschäftigen und was dich bis jetzt noch davon abhält, dein Buch endlich zu schreiben.

Für die Ankündigungen neuer Blogartikel dieser Serie trage dich gerne ein für meine „Flaschenpost“ Oder für deine Fragen die nächste kostenlose Mini-Schreibreise „Deine Geschichte beginnt jetzt“ ein. Weitere Infos zum Ablauf & Zeitpunkt findest zu hier.

Ich wünsche dir ganz viel Freude in deinem Schreibprozess und in den Vorbereitungen für deinen Start,
herzliche Grüße zu Dir

Ich bin Manuela, deine Schreibbegleiterin für die Geschichte in deinem Kopf

und ich mach am liebsten was mit Büchern und mit Worten. Ich lese sie, ich achte auf sie, ich gebe Botschaften durch sie, sie beruhigen mich und machen mich immer wieder stark. Außerdem sorgen sie dafür, dass ich niemals meine Hoffnung und meinen Glauben verliere.

Als Schreibbegleiterin für autobiografisches Schreiben stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Geschichten nicht geschrieben werden. Die Hürde des Anfangs erscheint einfach zu groß.

Das möchte ich ändern und richte alle meine Aktivitäten darauf aus, den Menschen, die ihre Lebensgeschichte in den meisten Fällen schon viele Jahre mit sich herumtragen, den ersten Schritt so einfach wie möglich zu machen. Die Geschichte auf‘s Papier zu bringen.

Hast du Fragen?

Mein Kontakt: Manuela Lesniok
Email: info@schreib-jetzt.com
oder über Telegram-Kanal & LinkedIn kannst du mich auch erreichen.

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