Kurzgeschichten vs Roman – ein Überblick

Was Kurzgeschichten mit einem Roman zu tun haben, wie du sie für deine eigene autobiografische Geschichte nutzen kannst und was eine Kurzgeschichte überhaupt ist, darum geht es in dieser Serie. Dieser erste Artikel heute soll dir als Überblick über die folgenden Themen und Beiträge dienen.

Kurzgeschichten schreiben – ein Überblick 

– Voraussetzungen, um eine Kurzgeschichte zu schreiben
– Die Figuren in einer Kurzgeschichte
– Der Stil und die Handlung in einer Kurzgeschichte
– Was geht nicht in einer Kurzgeschichte?
– Wie kommen Kurzgeschichte und Roman zusammen?
– ….Platz für deine Fragen…

Für deine Fragen und Anmerkungen steht dir wie gewohnt meine Email: kontakt@manuela-lesniok.com zur Verfügung oder eine Message direkt in meinem Telegram-Kanal, dem autobiografischen Schreibraum meiner Schreibbegleitung.

Während du mit einem autobiografischen Roman beinahe dein ganzes Leben erzählen kannst, so ist die Kurzgeschichte eher als eine Momentaufnahme zu betrachten. Wobei ich auch schon direkt zum wesentlichsten Merkmal komme, welches ich hier in dieser Serie auch zuerst behandeln möchte.

Die Länge von Kurzgeschichten

Kurzgeschichten, Shortstories im Englischen und historias cortas im Spanischen sind für mein Verständnis Geschichten, die mal eben so in einem Rutsch durchgelesen werden können.
In meinem Schreibstudium damals kam ein sehr interessanter Vergleich auf, an den ich mich heute noch sehr gut erinnern kann.

Ihren Bekanntheitsgrad hat sich die Kurzgeschichte tatsächlich in den Friseurläden von Amerika geholt. Auf jeden Fall damit angefangen. Demnach gab es extra Verlage und Agenturen, die peinlich genau die eingesandten Manuskripte überprüften. Grundvorausetzung war nämlich, die Geschichte musste in der Zeit, in der einem Mann die Haare geschnitten wurden, durchzulesen sein.
Wenn ich jetzt sagen würde, eine Kurzgeschichte hat gleich die Länge eines Haarschnitts…hm, das wäre wohl etwas zu einfach. Außerdem ist auch schon eine ganze Menge Zeit seit dem vergangen und die Kurzgeschichte hat sich weiterentwickelt. Auch hier in Europa.

Wie viele Seiten hat eine Kurzgeschichte?

Ob es wirklich ein exakte Vorgabe für alle Kurzgeschichten gibt, da bin ich mir nicht so sicher. Die Verlage werden die Manuskripte in den meisten Fällen auch darauf prüfen, wie und wo sie die Kurzgeschichten verwenden können. Ob in einer Anthologie oder in der Kolumne einer Zeitschrift oder Zeitung.

Mit der heutigen digitalen Welt öffnen sich natürlich noch viele weitere Türen, so dass in einigen Fällen sogar der Verlag als Vermittler gar nicht mehr notwendig ist. Viele Autoren, angehende und auch erfahrene, wenden sich heutzutage oft an eine Agentur, die für sie vermittelt. Aber das ist ein anderes Thema, dass sicher auch noch seinen Platz finden wird hier in meinem Blog.

Die häufigste Information, die ich gefunden habe, um die Länge der Kurzgeschichte festzulegen, war zwischen 2 und 20 Seiten. Und wie beinahe überall beim Thema “Schreiben” gibts Ausnahmen. Aber alles, was über 20 Seiten geht, muss dann auch mit den weiteren Merkmalen und kleinen und großen Regeln für eine Kurzgeschichte passen. Da werde ich noch im Detail drauf eingehen.

Für den Moment ist es vielleicht nicht verkehrt, sich direkt bei Schreibbeginn zu fragen: Was möchte ich denn schreiben, einen Roman oder eine Kurzgeschichte? Da gesellt sich gleich noch eine Frage hinzu: Die Frage: Wann hört eine Kurzgeschichte auf und fängt der Roman an? Und bestimmt noch viele andere.

Mit den wichtigsten Voraussetzungen für einen Autor, eine Autorin, um eine Kurzgeschichte zu schreiben, werde ich den heutigen Artikel beenden. Wir lesen uns dann im nächsten Artikel dieser Serie, den ich wieder in meinem Telegram-Kanal ankündigen werde.

Die Voraussetzungen der Autorin, des Autors

Anders wie bei einem Roman, bei dem du, außer ein „paar Regeln“, alle Freiheiten bei der Gestaltung hast, wird es bei einer Kurzgeschichte eng.
Hier gibt es einen Moment, ein Erlebnis oder eine Sache, über die du erzählen kannst. Das dann aber auch von Anfang, über Mitte bis zum Ende. Wie das genauer aussieht, erfährst du in den nächsten Artikeln.
Eine Kurzgeschichte schreiben , bedeutet aber auch, den Fokus auf das Wesentliche zu richten. Denn ein Abschweifen (wie ich es auch ganz gut kann) wäre hier fehl am Platz und die Überlegung nahe, vielleicht doch lieber einen Roman zu schreiben.
 
Der Vorteil ist, dass alles, was für eine Kurzgeschichte gilt, auch bei längeren Texten angewendet kann. Und wie das geht und wie das gemeint ist, erfährst du auch hier in dieser Serie.

Ich wünsche dir ganz viel Freude in deinem Schreibprozess und in den Vorbereitungen für deinen Start.
Herzliche Grüße zu Dir

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