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Vordringen zur tiefsten Höhle

Deine eigene Geschichte in der Kombination mit der klassischen Heldenreise als Schreibmethode zu schreiben, hilft dir, den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren. Heute erzähle ich dir mehr über den nächsten Schritt in der 7.Phase: Vordringen zur tiefsten Höhle, zum empfindlichsten Kern.

Mit diesem Artikel haben deine Hauptfigur und auch du als Autorin, die Hälfte der klassischen Heldenreise bereits durchlaufen. Oder soll ich lieber schreiben: überstanden?

Erfahre nun, was es noch alles zu tun gibt für deine Hauptfigur, um für das zentrale Ereignis im nächsten Schritt gut vorbereitet zu sein.

Hier eine kurze Auflistung, welche Phasen deine Heldin bis hierher durchlaufen hat:

Phase 7 & deine eigene Geschichte (2.Akt)

Wie auch immer die Reise deiner Hauptfigur bis hier verlaufen ist, in dieser Phase ist sie im ersten Basislager angekommen. Wir können es auch Versorgungsstation nennen. Denn Versorgen und auch Vorsorgen steht in dieser Phase ganz weit oben auf der ToDo-Liste deiner Heldin.

Sie hat die ersten Schwellen übertreten, ihre Feinde und auch ihre Verbündeten kennengelernt, sich in ihrer neuen Welt etwas umgesehen und ahnt, dass hier noch eine ganze Menge auf sie zukommt.

Nach dieser bestandenen Zwischenprüfung ist es nun an der Zeit, sich auf ihre wirkliche Aufgabe, ihre wichtigste Prüfung ihrer Reise vorzubereiten. Alles das, was deine Hauptfigur an Wissen, Gaben und/oder Fähigkeiten mitbekommen hat, gilt es nun zu festigen und zu verinnerlichen.

Bewährungsproben – Feinde & Verbündete

Wir können diese Phase auch gut die sogenannte Ruhe vor dem Sturm nennen. Neben der Vorbereitung auf das Kommende und die notwendige Versorgung mit allem, was es dafür braucht, schafft diese Phase auch ein wenig Erholung. Eine Verschnaufpause von dem, was deine Hauptfigur bis hierher alles erlebt hat. Sie wird sich bewusst, dass sie sich verändert hat. Sie ist nicht mehr die Person, die sich am Anfang nicht auf den Weg machen wollte. Ein Berg an neuem Wissen, neuen Erfahrungen und einem veränderten Umfeld haben sie wachsen lassen.

Aber deiner Hauptfigur ist an dieser Stelle auch klar, dass dies noch nicht alles war. Und deine Aufgabe als Autorin ist es nun, ein wenig Ruhe, Entspannung und so eine Art Zusammenfassung für den ersten Teil deiner eigenen Geschichte zu kreieren. Deine Figuren werden dann deine Ideen durch ihre Handlungen und Dialoge umsetzen, bevor es dann mit dem zentralen Ereignis. Dem Erlebnis in deinem Leben, um welches nicht nur in deinem aktuellen Schreibprozess der rote Faden gezogen ist, sondern sehr wahrscheinlich auch in deinem realen Leben.

 

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erreichst du mich unter der Email: kontakt@manuela-lesniok.com

Was sich bei dir selbst verändert  

Je näher du an diese zentrale Krise in deiner Geschichte kommst, kann es sein, dass hier auch in echt vieles noch einmal bei dir persönlich an die Oberfläche kommt. Leider weiß ich genau, dass es nicht immer die Dinge sind, die uns unser Herz vor Freude zerspringen lassen. Jedoch haben wir Autoren die fantastische Möglichkeit, zu lernen, mit erwachsenen Augen auf das Ganze zurückzublicken.

Ich möchte dich ermutigen, hier so offen und intensiv wie es dir möglich ist, deinen Schreibprozess zu nutzen, und dir sozusagen, den Schmerz aus der Seele zu schreiben und deine Seiten damit zu füllen. Sie müssen ja nicht zwingend in deine autobiografische Geschichte mit eingebaut werden. Jedoch wird dir das Schreiben danach wieder ein Stück leichter fallen.

Hab Mut, deine eigene Geschichte aufzuschreiben

In meinen Coachings und besonders in der kompletten persönlichen Begleitung auf dem Weg zu deinem ersten Buch stehe ich dir auf meine ganz eigene Art und Weise in diesen Momenten nicht nur im Hintergrund zur Verfügung. Du hast mit mir als Schreibcoach in diesen sehr speziellen Zeiten eine Person, die genau weiß, was bei dir gerade los ist. Ich selbst bin mehrere Male gestolpert und wollte „den ganzen Mist“ einfach so lassen wie er ist.

Vom Buch schreiben wollte ich dann nichts mehr wissen und alles landete viele Male ganz unten in der Schublade. Doch mit der Zeit veränderte sich etwas. Die Abstände, oder ich sage mal lieber, diese selbst gebastelten Pausen wurden immer kürzer. Der Wunsch, endlich das Buch und auch mein Leben neu zu schreiben wurden stärker und stärker. Irgendwann gab es diese Pausen und Ablenkungen nicht mehr.

Es war, als wäre ich mit der Geschichte auf dem Papier und mit der realen Geschichte im Reinen. Ganz allein für mich. Das war ein unglaublich befreiendes Gefühl, denn ich schreibe wirklich sehr gerne. Und ich wusste, wenn ich das schaffe, dann kann ich auch andere Bücher schreiben. Es müssen ja nicht immer autobiografische Romane sein. Und heute darf ich genau diese speziellen Erfahrungen und das Wissen darüber an dich weiter geben, das macht mich sehr glücklich.

Das sollte deine Hauptfigur in deiner eigenen Geschichte jetzt tun 

Kommen wir jetzt aber wieder zurück zu der Person, die die Rolle deines Lebens spielen darf. Sie sollte diese 7. Phase der klassischen Heldenreise, die Zeit des kleinen Rückzugs oder auch der bewusst gewählten Isolation nutzen, um:

  • Kräfte zu sammeln
  • sich körperlich und geistig zu stärken
  • seine Waffen putzen und laden
  • sich ausschlafen
  • ein ausgiebiges Mahl, am besten über mehrere Gänge, zu sich nehmen
  • Nicht selten findet hier an dieser Stelle auch die Liebessequenz ihren Platz.

Die Gefahren der neuen Welt 

Die neue Welt wird in kurzer Zeit zeigen, was alles so in ihr steckt und welche Gefahren schon an der nächste Ecke lauern. Die Hauptfigur selbst wird sich auf einige Rückschläge gefasst machen müssen. Folgende Fragen können dabei auftauchen:

  • Muss der Held in die Haut des Gegners schlüpfen?
  • Wie reagiert die innere Welt des Helden mit der äußeren neuen Welt?
  • Welche Joker wird der Held hervorholen müssen? Welches Ass im Ärmel steht ihm zur Verfügung, von dem der Feind nichts weiß?

Bevor es in der nächsten Phase mit der zentralen Krise weiter und vielleicht sogar um Leben und Tod geht, sollte sich deine Hauptfigur hier noch einmal ganz genau ihr Ziel, für das sie sich auf den Weg gemacht hat, ansehen. Vielleicht muss sie ihren Einsatz auch noch einmal erhöhen und etwas an der Richtung drehen, an der Strategie ändern.

 

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