Für diesen Beitrag bin ich gedanklich noch einmal zu meinen eigenen Schreibanfang zurück gewandert. Der Anfang mit dem ganzen gefühlten Chaos nicht nur in meinem Kopf sondern auch in meiner Stoffsammlung. Denn ich hatte es damals wirklich geschafft zu glauben, ich kriege alles, was ich erlebt habe, in ein einziges Buch.
Die erste autobiografische Geschichte schreiben
Und ganz theoretisch schien das in meinem Kopf, der immer sehr schnell Vorstellungen in Pläne, Struktur und Ziele umwandelt, auch ganz einfach. Also sachlich war die komplette Geschichte schon geschrieben. Aber eben nur im Kopf, nicht auf dem Papier.
Nach vielen Versuchen, die sich wie Tagebucheinträge gelesen hatten, was ich selbst nicht bemerkt hatte, holte ich mir Hilfe bei anderen Autoren in Form von Feedback. Tagebucheintrag war dabei noch der Begriff, der nicht so weh tat.
Bei Bemerkungen wie: Tatsachenbericht, ohne Gefühl, zuwenig Spannung, zu viele Fakten, nicht authentisch, klischeehaft…fiel es mir schwer, diese Feedbacks als konstruktive Kritik zu sehen bzw. überhaupt zu verstehen.
Auf die Frage, was es denn eigentlich für ein Buch werden sollte, schwankte ich lange zwischen politischem Thriller und Drehbuch. Wie das tatsächlich funktioniert, dafür hatte ich nicht wirklich einen Plan und dachte, das würde sich auf dem Weg schon ergeben.
Was ich nicht miteingeplant habe
…war die Tatsache, dass ich alles, was ich so wunderbar und recht erfolgreich verdrängt und heruntergespielt habe, mit dem nächsten oder übernächsten neuen Beginn, ein Buch zu schreiben, ja nicht wirklich vom Tisch ist. Immer wieder sagte ich mir, ich schreibe einfach einen Thriller oder ein Drehbuch, dann kann ich die Emotionen einfach da lassen, wo sie sind.
Wenn ich es nicht selbst so erlebt hätte, würde ich heute wahrscheinlich nicht meine Berufung leben können, weil es schlichtweg den Weg, der danach folgte, nicht geben würde.
Die ersten Kurse und ein Studium an der großen Schule des Schreibens öffneten mir die Augen und so nach und nach auch mein Herz, um wirklich auch ein Buch schreiben zu wollen. Und wenn ich schon dabei war, mich zu öffnen, dann konnte ich mich doch in diesem Zusammenhang wenigstens um einen Teil meiner eigenen ungelösten Fälle kümmern.
Das habe ich dann, erst zögerlich, dann immer bewusster getan. Und ja, es tat weh. So sehr, dass ich einige Male wirklich versucht war, dieses Projekt einfach zu begraben. Den anderen würde ich einfach sagen: ‚Meine autobiografische Geschichte schreiben? Ne, das ist nichts für mich.‘
Es klappte nicht. Unbewusst zog es mich immer wieder zu meinen beschriebenen Seiten.
Heute weiß ich warum
Die Zeit, in der ich damals über mein eigenes Leben geschrieben habe, mit Emotionen, dem Wunsch, dass es doch auch gerne hätte anders verlaufen können, mit den Erfahrungen, von denen ich niemals jemandem erzählen wollte, diese Zeit war eine besondere. Ich kann es kaum beschreiben, und doch möchte ich, dass viele Menschen mehr dieses Erlebnis erfahren, die eigene Lebensgeschichte schreibend noch einmal erleben. Ja, es ist Arbeit und manchmal ist es schier unmöglich, über bestimmte Dinge zu schreiben.
Es ist wie im richtigen Leben eben, die Arbeit an sich selbst macht anfangs, auch ohne ein Buch zu schreiben, nicht wirklich Freude. Doch wenn alles zu seiner Zeit geschieht, kann es funktionieren. Und es lohnt sich. Beides. Ein Buch mit der eigenen Geschichte und die Kombination mit dem Hintergrund der eigenen Persönlichkeit. Wer sagt uns denn, dass wirklich alles hinein muss, und dass es exakt genau so geschrieben muss, wie es wirklich wahr?
Eine Frage aus der Community zum Thema: Die eigene Geschichte schreiben
Vor ein paar Tagen erreichte mich bei Telegram eine Direkt-Message mit dieser Frage, die mich so intensiv zu meinem eigenen Start ins Autorenleben zurückgebracht hat, wie ich es weiter oben bereits geschildert habe.
Hier die Frage:
„Ich habe so viel erlebt. Ich habe keine Ahnung, wie ich das alles in ein Buch bzw. in eine Geschichte kriegen soll. Was kann ich machen?“
Für mich ist diese Frage ein wirklich großes Geschenk, wie auch alle anderen Fragen, die dich begleiten. Egal ob nun ganz am Anfang oder schon mitten drin in deinem eigenen Schreibprozess. Ich darf immer wieder an meine eigenen Prozesse denken, die mir halfen und helfen, mein eigenes Leben buchstäblich zu sortieren. Was hat mir geholfen, mich zu finden und tut es vielleicht auch heute noch? Und was darf sich von mir lösen? Wie kann ich anderen noch besser mit meiner Erfahrung helfen, es ebenfalls zu tun, den Schritt zu wagen und die ersten Texte aufs Papier zu bringen?
Denn oft beginnt der direkte Prozess des Schreibens bereits schon vorher. Mit ein paar wichtigen Fragen, die ich immer wieder in meinen Blogartikeln und auch Social-Media-Posts sowie in der Flaschenpost, meinem Newsletter, mit einbaue. Deine ehrlichen Antworten auf diese Fragen können Dir schon eine Richtung zeigen. Vielleicht hillft dir hier zusätzlich auch die kurze Variante zur langen Version von oben.
Hier der Versuch der Kurzform, was ja nicht so oft klappt bei mir 😉
Ein Impuls
Mache dir klar, ob du das Buch schreiben möchtest, weil die anderen es dir sagen oder du diesen Wunsch wirklich aus deinem tiefsten Inneren verspürst.
Wenn du es schreibst, um anderen zu gefallen, könnte es ein Kampf werden. Wenn du es selbst wirklich fühlen kannst, dass du dieses Buch schreiben möchtest, können Wunder geschehen.
Die Frage(n) heute an dich:
An anderer Stelle habe ich diese Fragen schon einmal gestellt. Und sie mehr als einmal zu beantworten kann überhaupt nicht schaden. Also es sind zwei Fragen:
- Warum möchtest du ein Buch über dein Leben schreiben?
- Und was ist deine Motivation dahinter, wen (bei einer Veröffentlichung) möchtest du damit erreichen?
- Möchtest du überhaupt jemanden mit deiner Geschichte erreichen oder nur für dich schreiben? Vielleicht um Einiges, was du erlebt hast, einmal aus der darüber schreibenden Variante zu betrachten?
Für diesen Artikel soll es genug Input sein und ich danke dir, dass du den Weg zu mir und hierher auf die Homepage gefunden hast. Lass mich wissen, welche Themen dich beschäftigen und was dich bis jetzt noch davon abhält, dein Buch endlich zu schreiben.
Sollten dir weitere Fragen in den Sinn kommen, schreibe mir gerne eine Nachricht an: info@schreib-jetzt.com oder buche dir hier ein kostenloses Gespräch für einen kurzen Austausch.
Ich danke dir, dass du den Weg zu mir und hierher auf die Homepage gefunden hast. Lass mich wissen, welche Themen dich beschäftigen und was dich bis jetzt noch davon abhält, dein Buch endlich zu schreiben.
Für die Ankündigungen neuer Blogartikel trage dich gerne ein für den Newsletter, meine „Flaschenpost“ ein. Oder für die nächste kostenlose Mini-Schreibreise
„Deine Geschichte beginnt jetzt“ . Weitere Infos zum Ablauf & Zeitpunkt findest zu hier.
Ich wünsche dir ganz viel Freude in deinem Schreibprozess und in den Vorbereitungen für deinen Start,
herzliche Grüße zu Dir
Ich bin Manuela, deine Schreibbegleiterin für die Geschichte in deinem Kopf
und ich mach am liebsten was mit Büchern und mit Worten. Ich lese sie, ich achte auf sie, ich gebe Botschaften durch sie, sie beruhigen mich und machen mich immer wieder stark. Außerdem sorgen sie dafür, dass ich niemals meine Hoffnung und meinen Glauben verliere.
Als Schreibbegleiterin für autobiografisches Schreiben stelle ich immer wieder fest, dass die meisten Geschichten nicht geschrieben werden. Die Hürde des Anfangs erscheint einfach zu groß.
Das möchte ich ändern und richte alle meine Aktivitäten darauf aus, den Menschen, die ihre Lebensgeschichte in den meisten Fällen schon viele Jahre mit sich herumtragen, den ersten Schritt so einfach wie möglich zu machen. Die Geschichte auf‘s Papier zu bringen.
Hast du Fragen?
Ich nehme mir in einem kurzen Telefonat oder Zoom-Call gerne etwas Zeit, um mit dir über die Idee deiner autobiografischen Geschichte zu sprechen. Nutze dafür meinen Buchungskalender für einen Termin deiner Wahl.
Mein Kontakt: Manuela Lesniok
Email: info@schreib-jetzt.com
oder über Telegram-Kanal & LinkedIn kannst du mich auch erreichen.






